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Energie & Kosten8 Min.Aktualisiert: 29. Juli 2026

Klimaanlage: Stromverbrauch und Kosten berechnen

So berechnest du die Kosten mit Leistung, Laufzeit und Strompreis. Wir erklären auch, warum Energielabel, Nennaufnahme und echter Verbrauch nicht dasselbe sind.

Kurzurteil

Die Kosten ergeben sich aus elektrischer Aufnahme, Laufzeit und Strompreis. Für die PortaSplit sind 1,23 kW Nennaufnahme der konservative Rechenwert; der Inverter kann im Teillastbetrieb darunter liegen.

Midea PortaSplit Wärmepumpenfunktion
Kühlen & Heizen · Bild: Midea

Rechenbeispiel

160 Stunden bei 1,23 kW Nennaufnahme

Das Beispiel zeigt die konservativen Nennlastkosten für 20 Tage mit je acht Stunden. Teillast kann niedriger ausfallen; dein Arbeitspreis und eine reale Messung sind entscheidend.

0,25 €/kWh49,20 €

30,8 Cent pro Nennlaststunde

0,35 €/kWh68,88 €

43,1 Cent pro Nennlaststunde

0,45 €/kWh88,56 €

55,4 Cent pro Nennlaststunde

Rechnung: 1,23 kW × 160 h × Strompreis. Die 201 kWh des EU-Produktdatenblatts sind ein standardisierter Saisonwert und keine persönliche Verbrauchsprognose.

Geprüft mitPortaSplit DatenblattEU-Produktdatenblatt PortaSplitEU-Verordnung 626/2011

Die einzige Formel, die du brauchst

Stromkosten ergeben sich aus elektrischer Leistung in Kilowatt mal Laufzeit in Stunden mal Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Für die PortaSplit nennt Midea im Kühlbetrieb eine Nennaufnahme von 1,23 kW. Bei 0,35 Euro pro kWh kostet eine Stunde unter dieser Nennbedingung 0,43 Euro; acht Stunden kosten 3,44 Euro.

Für 20 Tage mit jeweils acht Stunden wären das 196,8 kWh und 68,88 Euro. Gerechnet wird dabei durchgehend mit der Nennaufnahme. Ein Inverter moduliert nach dem Abkühlen meist darunter; Strompreis und Nutzungsstunden kannst du durch deine eigenen Werte ersetzen.

Nennaufnahme und Verbrauch im Betrieb

Ein Inverter läuft nicht permanent mit derselben Leistung. Beim Herunterkühlen einer heißen Wohnung kann die Aufnahme hoch sein; beim Halten der Temperatur sinkt sie. Offene Türen, Sonneneinstrahlung, schlechte Fensterabdichtung und eine sehr niedrige Solltemperatur verlängern dagegen die Phasen mit hoher Last.

Am zuverlässigsten misst du den tatsächlichen Verbrauch mit einem geeigneten Strommessgerät über mehrere typische Tage. Teile die gemessenen Kilowattstunden durch die Betriebsstunden, um die mittlere Aufnahme zu erhalten. Erst danach lässt sich ein persönlicher Sommer hochrechnen.

SEER, EER und Energielabel

Der EER beschreibt das Verhältnis von Kühlleistung zu elektrischer Leistung an einem festgelegten Betriebspunkt. Der SEER bildet bei Split-Geräten mehrere Teillastpunkte einer Kühlsaison ab. Ein hoher SEER ist deshalb nützlich für den Vergleich ähnlich deklarierter Split-Geräte, aber kein direkter Stundenverbrauch.

Bei Ein- und Zweischlauchgeräten verwendet das EU-Label andere Angaben als bei Split-Geräten. Eine Aussage wie 'SEER 6,1 gegen EER 2,6' sieht präzise aus, vergleicht aber unterschiedliche Messkonzepte. Für Kostenrechnungen bleibt die elektrische Aufnahme in Kilowatt die verständlichste Ausgangsgröße.

Warum Monoblocks im Raum schlechter abschneiden können

Ein Einschlaucher bläst erwärmte Raumluft nach draußen. Dadurch entsteht Unterdruck, und über Fugen oder offene Gebäudeteile strömt Luft nach. Zusätzlich gibt der warme Abluftschlauch Wärme an den Raum ab. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb einen kurzen, ungeknickten und möglichst gedämmten Schlauch sowie eine gute Fensterabdichtung.

Wie groß der Mehrverbrauch eines Monoblocks ausfällt, hängt von Gebäude, Gerät und Messmethode ab. Mobile und feste Split-Geräte vermeiden den durch den Abluftstrom verursachten Luftaustausch und arbeiten deshalb meist effizienter.

Was den Verbrauch senkt

Außenliegende Verschattung reduziert den solaren Wärmeeintrag, bevor er den Raum erreicht. Morgens und nachts lüften, tagsüber Fenster schließen, Türen zu nicht gekühlten Räumen geschlossen halten und Wärmequellen wie Gaming-PC oder Backofen vermeiden. Das senkt die Kühllast unabhängig vom Gerät.

Wähle eine angenehme Solltemperatur, nicht den niedrigsten möglichen Wert. So läuft das Gerät gleichmäßiger und kühlt den Raum nicht unnötig weit herunter. Saubere Filter, freie Luftwege und ein früher Start helfen ebenfalls, bevor sich Wände und Möbel stark aufgeheizt haben.

Stromkosten verschiedener Geräte vergleichen

Notiere Kühlleistung, Nennaufnahme, SEER oder EER, Gerätekategorie und die zum Geräuschwert gehörende Messgröße. Berechne danach dieselbe Laufzeit mit demselben Strompreis. Nur so wird aus Herstellerdaten eine vergleichbare Rechnung.

Die auf dem EU-Produktdatenblatt ausgewiesene jährliche Energieaufnahme ist ein standardisierter Vergleichswert. Sie ist keine Prognose für deine Wohnung. Für eine Kaufentscheidung ist sie hilfreich; für die Stromrechnung sind dein Tarif, deine Betriebsstunden und eine Messung im eigenen Raum wichtiger.

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Quellen & weiterführende Links

Tests, Erfahrungsberichte und Herstellerdaten