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PortaSplit Guide9 Min.Aktualisiert: 29. Juli 2026

Midea PortaSplit: Was du vor dem Kauf wissen musst

Technische Daten, Aufstellung und Alltagstauglichkeit der mobilen Split-Klimaanlage. Mit Angaben zu Leistung, Lautstärke, Gewicht und Platzbedarf.

Kurzurteil

Die PortaSplit ist ein starker Kompromiss für Mietwohnungen: deutlich näher an einer festen Split-Anlage als an einem Monoblock, aber schwer, nicht unsichtbar und nur mit einem guten Platz für das Außengerät sinnvoll.

Midea PortaSplit mit Innengerät und Außenteil am Fenster
Midea PortaSplit · Bild: Midea

Datencheck

Die sechs Angaben, die im Alltag wirklich zählen

Herstellerangaben sind nützlich, wenn Messgröße und Grenze sichtbar bleiben. Diese Werte stammen aus der aktuellen Midea-Produktseite und dem technischen Datenblatt.

Nennkühlleistung
3,5 kW
12.000 BTU/h
Nennaufnahme Kühlen
1,23 kW
Basis für die Kostenrechnung
Innen im Silent-Modus
39 dB(A)
Schalldruck in 1 m Abstand
Hersteller-Raumangabe
bis 42 m²
105 m³ unter passenden Bedingungen
Gesamtgewicht
42,4 kg
32,5 kg innen + 9,9 kg außen
Verbindungsleitung
2 m
2,7 cm an der flachsten Stelle

Die Raumangabe ist keine Kühllastberechnung. Der Silent-Wert ist kein Maximalpegel und nicht mit der Schallleistung des EU-Labels gleichzusetzen.

Geprüft mitPortaSplit Produktseite und ModellvergleichPortaSplit Datenblatt

Wie die PortaSplit funktioniert

Die Midea PortaSplit besteht aus einer Innen- und einer Außeneinheit, die über eine werkseitig geschlossene Kältemittelleitung verbunden sind. Der Kompressor sitzt draußen. Dadurch bleibt die größte Wärme- und Geräuschquelle außerhalb des Raums, ohne dass ein Kältetechniker den Kreislauf vor Ort öffnen muss. Genau das unterscheidet sie vom Monoblock mit Abluftschlauch und von einer fest montierten Split-Anlage.

Midea nennt 3,5 kW Kühlleistung, SEER 6,1, Energieklasse A++ und bis zu 42 m² beziehungsweise 105 m³ Raumgröße. Diese 42 m² sind eine Herstellerangabe unter definierten Bedingungen, keine Garantie für jede Dachwohnung. Fensterfläche, Verschattung, Dämmung, Raumhöhe, Personen und Geräte bestimmen mit, ob die Leistung reicht.

Für welche Wohnungen sie gut passt

Am stärksten ist das Konzept in Mietwohnungen, in denen eine feste Split-Anlage nicht genehmigt oder nicht wirtschaftlich ist. Ein Schlafzimmer, Homeoffice oder normaler Wohnraum mit Balkon, geeigneter Fensterbank oder sicherer Halterung ist der Idealfall. Wer regelmäßig kühlt, profitiert stärker von der leiseren Inneneinheit und der besseren Systemeffizienz als jemand, der das Gerät nur an zwei Wochenenden im Jahr einschaltet.

Schwieriger wird es bei engen Innenhöfen, schmalen Fensterbänken, Dachfenstern ohne passende Halterung und empfindlichen Nachbarn. Die PortaSplit löst den Wanddurchbruch, aber nicht die Standortfrage: Die Außeneinheit braucht freie Zu- und Abluft, eine sichere Auflage und einen Ort, an dem ihr Betriebsgeräusch niemanden unzumutbar stört.

Platzbedarf und Aufstellung

Die Verbindung zwischen beiden Einheiten ist laut aktuellem Midea-Vergleich zwei Meter lang und an der flachsten Stelle 2,7 Zentimeter hoch. Das ist wesentlich handlicher als ein heißer Monoblock-Abluftschlauch, trotzdem bleibt das Fenster oder die Balkontür ohne Einsatz teilweise offen. Eine passgenaue Abdichtung verringert den Lufteintrag; sie ersetzt aber keine sichere Aufstellung.

Die Inneneinheit wiegt 32,5 Kilogramm, die Außeneinheit 9,9 Kilogramm. Für häufige Raumwechsel ist das Gesamtpaket deshalb nur bedingt mobil. Vor dem Kauf sollte der komplette Weg vom Lagerort zum Einsatzort geprüft werden: Stufen, Türschwellen, Fensterhöhe, Schlauchverlauf und die Frage, wohin Kondenswasser kontrolliert abgeführt wird.

Midea PortaSplit mit Innengerät im Raum und Außengerät vor dem Fenster
Aufstellung am tiefen FensterDas Außengerät steht außerhalb, die flache Verbindungsleitung läuft durch den Fensterspalt. Entscheidend bleiben Tragfähigkeit, Luftweg und eine möglichst kleine Restöffnung.Bild: Midea

Lautstärke richtig lesen

Die oft genannten 39 dB(A) sind der Schalldruckpegel der Inneneinheit im Silent-Modus, gemessen nach Herstellerangabe in einem Meter Abstand und einem Meter Höhe. Das ist ein günstiger Betriebszustand, nicht der Maximalwert. Im Datenblatt stehen innen 49, 47, 44 und 39 dB(A), abhängig von der Stufe. Das Außengerät bleibt ebenfalls hörbar.

Schalldruck und Schallleistung bezeichnen unterschiedliche Messgrößen. Der Schalldruck hängt von Abstand, Raum und Reflexionen ab; die Schallleistung beschreibt die gesamte Abstrahlung einer Quelle. Vergleiche daher nur Werte mit gleicher Messgröße und vergleichbaren Bedingungen. Für empfindliche Schläfer bleibt ein Rückgaberecht wertvoller als jede einzelne Dezibelzahl.

Was die Effizienzwerte aussagen

Der SEER von 6,1 ist ein saisonaler Effizienzwert für Split-Geräte. Er darf nicht direkt mit dem EER eines Monoblocks bei einem einzelnen Betriebspunkt gleichgesetzt werden. Die EU-Energielabel verwenden für die Gerätekategorien unterschiedliche Kennzahlen. Vergleiche deshalb Bauart, Nennaufnahme, saisonale Kennzahl und realen Stromverbrauch getrennt.

Die Nennaufnahme im Kühlbetrieb beträgt laut Datenblatt 1,23 kW. Bei voller Nennlast kostet eine Stunde damit rund 43 Cent bei 35 Cent pro kWh. Im Inverter-Teillastbetrieb kann die durchschnittliche Aufnahme niedriger liegen. Wie stark, hängt von Außentemperatur, Raumlast, Zieltemperatur und Abdichtung ab.

Heizen in der Übergangszeit

Die große PortaSplit kann auch heizen. Midea nennt 3,5 kW Heizleistung, SCOP 4,0 und Energieklasse A+. Das macht sie in der Übergangszeit interessanter als einen direkten Heizlüfter, weil eine Wärmepumpe Wärme transportiert statt Strom eins zu eins in Wärme umzuwandeln.

Als Hauptheizung für eine ganze Wohnung ist sie trotzdem selten die richtige Wahl. Die Leistung bezieht sich auf einen Raum, die Außeneinheit braucht auch im Winter einen passenden Standort und bei niedrigen Außentemperaturen verändern sich Leistung und Effizienz. Wer regelmäßig damit heizen möchte, sollte das vollständige Datenblatt und die Einsatzgrenzen lesen.

Kaufentscheidung in fünf Minuten

Miss den Raum und notiere Raumhöhe, Fensterflächen, Ausrichtung und Verschattung. Lege anschließend den exakten Standort beider Einheiten fest und prüfe den zwei Meter langen Leitungsweg. Kläre, ob das Außengerät sicher steht, Kondenswasser kontrolliert abläuft und die Nachbarschaft nicht direkt beschallt wird.

Wenn diese Punkte passen, ist die PortaSplit für viele Mietwohnungen die derzeit überzeugendste mobile Lösung. Wenn der Außenteil-Standort improvisiert werden müsste, der Raum sehr klein ist oder das Gerät täglich über mehrere Stockwerke bewegt werden soll, ist ein anderes Modell oder eine feste Lösung oft vernünftiger.

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Schnelle Einordnung vor dem Kauf

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Quellen & weiterführende Links

Tests, Erfahrungsberichte und Herstellerdaten